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Die 80er sind längst mehr als ein vergangenes Jahrzehnt; sie sind ein Geschäftsmodell. Der neue C64 Ultimate ist gerade ausgeliefert worden, und
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Die 80er sind längst mehr als ein vergangenes Jahrzehnt; sie sind ein Geschäftsmodell. Der neue C64 Ultimate ist gerade ausgeliefert worden, und die Homebrew-Szene entwickelt unermüdlich für alte Plattformen. Spielzeug wird für Erwachsene produziert und Serien bemühen sich um die Ästhetik eines Jahrzehnts. Der Vortrag zeigt, wie Retrocomputing vom Nischenhobby zum Dauertrend einer Nische wurde und warum sich Produkte heute gezielt an jene richten, die einst im Kinderzimmer spielten. Im Fokus stehen zudem die Ursprünge globaler Marken und IPs, die in den 80ern unter neuen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen entstanden: Ölkrise, Kalter Krieg und die Liberalisierung des TV-Marktes. So entsteht das Bild eines Jahrzehnts, das nicht nur nostalgisch erinnert, sondern strukturell bis heute wirkt: Als Endlosschleife zwischen Erinnerung, Profit und Medienindustrie.
Klemens Franz beschäftigt sich mit Nostalgie als Kulturphänomen … und scheitert regelmäßig an ihr: Er spielt noch immer auf dem ziemlich genau 40 Jahre alten C64C seines großen Bruders und kauft viel zu viele neue Spiele für alte Plattformen. Und er bemüht sich nach Kräften, nicht noch mehr Spielzeug aus den 80ern zu sammeln. Wenn er also nicht gerade finster dreinschauende Plastikmonster entstaubt, arbeitet er im Brettspielbereich und unterrichtet an zwei Fachhochschulen Medientheorie sowie (analoges) Game Design.
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Zeit
(Samstag) 17:00 - 18:00(GMT+00:00)
Location
Chillout Bühne
Organisator





